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Jahreshauptversammlung der Feuerwehr der Gemeinde Rockenberg PDF Drucken

Am vergangenen Freitag fand die gemeinsame Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren aus Rockenberg und Oppershofen statt. Einige Ehrungen und Beförderungen standen auf dem Programm und die Kameraden freuten sich auf einen kurzweiligen, informativen Abend mit einer anschließenden geselligen Runde. Begleitet wurde die Versammlung von der Wettertaler Blasmusik.
Die Sitzung fand dieses Jahr im Ortsteil Oppershofen in dem Gasthaus zur Wetterau statt. Im großen Saal versammelten sich um 20.00 Uhr die Kameraden aus den beiden Ortsteilen. Der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Alexander Bayer eröffnete die Versammlung und entschuldigte den verhinderten Gemeindebrandinspektor Klaus Anselm. Als Vertretung für den Kreis war Kreisbrandmeister Leon Gierhardt (Nidda) anwesend. Er und alle weiteren Ehrengäste wurden von Alexander Bayer begrüßt. Anwesend waren Markus Brückel (Stellv. Stadtbrandinsprektor Münzenberg), Werner Hildebrand (Ehren Gemeindebrandinspektor Rockenberg, Bürgermeister Manfred Wetz sowie Vertreter des Gemeindevorstandes (Peter Danz, Dorfpartei und Berthold Anthony, CDU) und Vertreter der Gemeindevertretung (Achim Mosch B90/Grüne, Harald Simon Dorfpartei, Michael Staab CDU).

Das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung lag ausgedruckt auf den Tischen und somit konnte sehr schnell zum dritten Programmpunkt übergegangen werden – die Totenehrung. Es wurde den in 2018 verstorbenen aktiven Mitgliedern der Feuerwehr Oppershofen Josef Bayer und Karl-Heinz Flückiger gedacht. Stellvertretend für alle anderen wurde der Kamerad Dieter Röder, Ehrenwehrführer und ehem. Kreisausbilder aus Friedberg genannt. Mit dem Titel: „Ich hatt einen Kameraden“ wurde dieser Ehrung noch der passende Rahmen verpasst.

Anschließend gab es eine Änderung im Programm. Auf Grund der hohen Anzahl an Jahreshauptversammlungen kam es zu einer Doppelbuchung für den Kreisbrandmeister. Daher wurde sein Grußwort und die von Ihm durchzuführenden Ehrungen vorgezogen, damit er anschließend zu der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Stadt Butzbach fahren konnte. Leon Gierhardt übermittelte die Grußworte von dem Kreisbrandinspektor Lars Henrich und berichtete von einigen Neuigkeiten aus dem Kreis. Besonders ging er auf die Ausbildungssituation ein: 880 Kameraden und Kameradinnen können dieses Jahr an Lehrgängen im Wetteraukreis teilnehmen und die Landesfeuerwehrschule erhöhte die Ausbildungskapazität um 30%. Neue Seminare wie das Schaumseminar und das Seminar zum vorbeugenden Brandschutz wurden außerdem genannt. Weiter ging er auf die höhere Belastung der Feuerwehren durch Unwetter ein. Hier sollte mehr drauf geachtet werden, dass die Feuerwehr sich selbst nicht in Gefahr bringt, sondern gefährdete Stellen nur absperrt und die schweren Arbeiten von den Verantwortlichen nach dem Unwetter ausgeführt werden.

Besondere Ehrungen werden bei den Feuerwehren durch den Kreis durchgeführt. Dabei ist es aber eine Seltenheit, dass gleichzeitig so viele Kameraden hohe Ehrungen bekommen. Leon Gierhardt war reichlich bepackt, um insgesamt fünf Kameraden für besondere Dienste in der Feuerwehr zu ehren. Das silberne Brandschutzehrenabzeichen am Bande wurde an Olaf Schmidt für 25 Jahre treuen Dienst in der Feuerwehr verliehen. Für 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr Rockenberg bekamen folgende Kameraden das goldene Brandschutzehrenabzeichen am Bande: Günther Ollmann, Rolf Bayer, Peter Stary und Mathias Staab.

Zurück zur normalen Tagesordnung ging es weiter mit dem Bericht des Gemeindebrandinspektors. Diesen übernahm Alexander Bayer. Er berichtete von 20 Einsätzen im Berichtzeitraum vom 01.04.2018 bis 31.03.2019. Dies ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Halbierung. Die Einsätze gliedern sich wie folgt: sechs Brandeinsätze, drei Hilfeleistungseinsätze, vier Brandsicherheitsdienste und sieben Dienstleistungen.  Zum Stand 02. April 2019 haben die Feuerwehren der Gemeinde Rockenberg 89 aktive Feuerwehrleute (83 männlich / 6 weiblich) in der Einsatzabteilung. Die Teilnahme an Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene war im letzten Jahr nochmals höher als im Jahr davor. Es gab 24 Lehrgangsteilnehmer an Kreislehrgängen im Wetteraukreis. Diese gliedern sich wie folgt: drei Grundlehrgänge, zwei Atemschutzgeräteträger, vier Sprechfunk, ein Maschinist, zwei Motorsägenlehrgänge, drei technische Hilfe Lehrgänge, zwei Abnahmen der Truppmann 2 Prüfung, drei Truppführer, ein CSA Lehrgang, zwei Lehrgänge technische Hilfeleistung Bahn und ein Seminar Vorbeugender Brandschutz. An der hessischen Landesfeuerwehrschule waren es sieben Lehrgangsteilnehmer (1x TH-Bau, 1x Leiter einer Feuerwehr, 1x JFW Ausbildung Rechten & Pflichten, 3x GF-Lehrgang, 1x ZF Lehrgang). Außerdem wies Alexander Bayer darauf hin, dass aktuell zwei Kameraden auf einem Grundlehrgang in Nidda sind. Wenn diese Kameraden den Grundlehrgang bestehen, dann haben 70% der Angehörigen der Einsatzabteilung den Grundlehrgang. Ziel ist es jedoch, dass alle Neu-Einsteiger einen Grundlehrgang machen. Neben den Lehrgängen wurden auch zwei Führerscheine der Klasse C von der Gemeinde bezuschusst und drei weitere von dem Feuerwehrverein Rockenberg bezahlt. Hier bedankte er sich bei dem Verein und lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und der Wehr. Auch ging er auf die Planung des gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses ein und die Fertigstellung des Entwurfs mit dem Architekten. Im Herbst wurde der Antrag auf einen Zuschuss für den Bau beim Wetteraukreis eingereicht. In der Bewertung der Dringlichkeit ist das Vorhaben auf Platz 1 des Wetteraukreis gesetzt und nach Wiesbaden weitergeleitet worden. Wenn alles seinen „normalen“ Weg geht, erwarten wir für 2019 den Förderbescheid des Landes Hessen. Dann ist wieder die Politik gefordert, die vom Land bereitgestellten Gelder abzurufen.

Zum Abschluss seines Berichtes ging Alexander Bayer noch auf die Neuanschaffungen ein.  Es wurde ein Elektrolüfter und ein Türöffnungs-Set beschafft.  Diverse Wehrführer Ausschuss Sitzungen fanden statt und die Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Wetterau wurde dieses Jahr von der Feuerwehr Oppershofen ausgerichtet. Er bedanke sich noch bei allen Aktiven und der Gemeindeverwaltung für die unkomplizierte Zusammenarbeit. Weiter ging es mit dem Bericht des Gemeindejugendwartes. Johannes Huber berichtete, dass aktuell 18 Jugendliche in den Jugendfeuerwehren die Feuerwehren Rockenberg und Oppershofen sind. Dies sind neun in Rockenberg (davon drei Damen) und neun in Oppershofen (davon eine Dame). In Rockenberg wird die Jugendfeuerwehr von Markus Antony und Christoph Kupfers geführt und in Oppershofen von Florian Heller und Johannes Huber, die noch von Robin Slossarek unterstütz werden.

Es folge der Bericht des Katastrophenschutzzugs LZ15 durch den Zugführer Johannes Gründer. Er berichtete von der Teilnahme an der Großübung anlässlich des Tages der Feuerwehr Gambach. Bei der Unwetterübung wurden einige kleinere Einsatzstellen durch die Kameraden aus Rockenberg und Oppershofen abgearbeitet. Im Herbst fand eine Zugübung zu dem Thema Gefahrgut-Unfall statt. Den Jahresabschluss bildete ein Ausbildungsabend, der sich auch mit dem Thema Gefahrgut beschäftigte und wo die Übungen des Jahres aufgearbeitet wurden. Der LZ15 hat aktuell 19 Mitglieder und Johannes Gründer bittet alle weiteren Kameraden sich auch für diesen Zug anzumelden. Mitglied werden kann jeder aktive Feuerwehrkamerad durch das ausfüllen eines Formulars und die Teilnahme an den angebotenen Übungen. Zu den Aufgaben des Zugführers gehört auch der Besuch der Zugführersitzungen in Friedberg. Dort bekamen die Kameraden wichtige Informationen vom Kreis und lernen die weiteren Führungskräfte im Katastrophenschutz in der Wetterau kennen. Zum Schluss seines Berichtes gab er noch eine Aussicht auf das laufende Jahr. Nächste Woche Mittwoch den 10.04. findet der erste Übungsabend des Katastrophenschutzzuges für dieses Jahr statt. Für den 11.05. ist eine größere Übung geplant, für die die Eisenbahnfreunde Wetterau und die Kameraden aus Münzenberg (LZ19) gewonnen werden konnten. Damit schloss er seinen Bericht und wünschte der Sitzung noch einen guten Verlauf.

Den Bericht zur Brandschutzerziehung übernahm Juliane Steinhauer, da sich Daniela Piffko aus gesundheitlichen Gründen entschuldigen lies. Das Team der Brandschutzerziehung betreute im vergangenen Berichtsjahr intensiv die Kindergärten in Rockenberg und Oppershofen sowie die 3 Jahrgangsstufe der Sandrosenschule. Mitte März 2018 waren sie zu Besuch im Kindergarten Rockenberg im Ü3 Bereich, im April kam die Vorschulgruppe ins Feuerwehrhaus und im Mai rückte das Team zur Brandschutzerziehung im Kindergarten Oppershofen an. Auch im Mai folgte dann der Besuch der Kindergartenkinder im Feuerwehrhaus Oppershofen. Als nächster Termin stand ein Treffen aller Brandschutzerzieher des Kreises auf dem Plan. Auf Einladung des Kreisbrandinspektors gab es ein Treffen an Büdingen, an dem Daniela Piffko und Juliane Steinhauer teilnahmen. Dort wurde auch ein Arbeitskreis gegründet, in dem auch die Gemeinde Rockenberg vertreten ist. Dieses Jahr ging es schon weiter mit der Vorschulgruppe aus Rockenberg, die im März die Feuerwehr im Gerätehaus besuchte. Eine Woche später folgten dann die 3 Jahrgangsstufe der Grundschule Rockenberg. Juliane Steinhauer wies auf die Lehrmaterialien hin, die vom Kreis zu Verfügung gestellt werden und bedankte sich auch im Namen von Daniela Piffko für die Unterstützung durch die Kameraden aus Rockenberg. Sie wies außerdem darauf hin, dass Kameraden aus Oppershofen hier auch gerne unterstützen dürfen. Insgesamt wurden 42 Zeitstunden geleistet um 140 Kinder zu schulen.

Es folgte die Ansprache durch den Dienstherren Bürgermeister Manfred Wetz. Er begrüßte alle Kameraden und Ehrengäste und bedankte sich für die aufgebrachte Zeit zum Schutz der Bürger. Er beleuchtete die immer neuen Herausforderungen an die Einsatzkräfte und das hohe Verwaltungsaufkommen, was durch immer mehr Vorschriften stets zunimmt. Außerdem ging er auf die Vorurteile gegenüber Frauen und Ausländern ein und wünscht sich das deren Anteil noch weiter zunimmt. Weiter nannte er noch einige Schnittstellen, die er selbst im Laufe des Jahres mit der Feuerwehr hat und lobt die gute Zusammenarbeit. Abschließend verkündete er das die Gemeinde für jeden anwesenden zwei Getränke übernimmt und die Feuerwehr schloss sich daraufhin mit drei weiteren an. Als nächstes standen die Beförderungen und Ehrungen auf dem Tagesprogramm. Für 10 Jahre aktiven Dienst wurde Thomas Meinert geehrt und bekam neben der Urkunde noch die Papiere für die Prämie. Für 30 Jahre aktiven Dienst wurden Peter Danz und Stephan Ludwig geehrt. Für 40 Jahre aktiven Dienst wurden von der Gemeinde August Kling, Joachim Krämer, Peter Stary und Walter Wetz (entschuldigt) geehrte. Diese unterscheiden sich von denen vom Kreis geehrten, da hier schon die Zeit in der Jugendfeuerwehr mit reinzählt.

Weiter ging es mit den Beförderungen. Felix Kling wurde in die Einsatzabteilung übernommen und bekam eine Urkunde und sein erstes Ärmelabzeichen überreicht. Auch standen einige Beförderungen nach geleisteten Dienstjahren und den vorgeschriebenen erreichten Lehrgängen auf dem Programm. Zum Feuerwehrmann wurden Christph Kupfers, Patrick Keller und Robin Slossarek befördert. Die Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann/frau wurde Jenny Röpke und Jan Staab zuteil. Zum Löschmeister wurden Florian Heller, Steffen Weil und Juliane Steinhauer befördert und Johannes Huber zum Oberlöschmeister. Als vorletzter Punkt in der Tagesordnung stand das Grußwort der Gäste auf dem Plan. Markus Brückel, stellv. Stadtbrandinspektor der Stadt Münzenberg, richtete Grüße im Namen der Münzenberger Wehr aus und bedankte sich für die Hilfe und die Teilnahme bei deren 125 jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr.
Anschließend bedankte sich Stephan Ludwig für seine Ehrung und berichtete, dass er die Prämie zum Teil spenden werde – seine Spende in der Höher von 250€ wird der Notfallseelsorge und der Unterstützungskasse des Kreisfeuerwehrverbandes zugutekommen. Weiter meldete sich Dieter Heller von der Wettertaler Blasmusik zu Wort und kündigte deren Frühlingskonzert am 14.04 im Bürgerhaus in Oppershofen an. Dieses Jahr werden sie das Konzert gemeinsam mit dem Gesangverein Immergrün veranstalten.

Um 21.21 Uhr schließt Alexander Bayer die Sitzung und die Kameraden gingen zum gemütlichen Teil der Sitzung über.

 
   
   

 
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