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Neuer Vorstand der Feuerwehr Rockenberg gewählt PDF Drucken

Es war eine besondere Jahreshauptversammlung, die am Samstag im Gerätehaus in Rockenberg stattfand und wohl auch deswegen war der Versammlungsraum bis auf den letzten Platz eng besetzt.

Gleich vier der langjährigsten Vorstandsmitglieder verabschiedeten sich aus der Vorstandsarbeit. Berthold Antony war vor fast genau 20 Jahren zum Vereinsvorsitzenden und Wehrführer gewählt worden, hatte zeitweise den Posten des Gemeindebrand-inspektors inne und hatte in dieser Zeit die Wehr und den Verein geprägt wie kein anderer. Sein Abschied war ein Abschied auf Raten und schon seit fünf Jahren vorbereitet. 2006 gab er sein Amt als Wehrführer und Gemeindbrandinspektor ab und seinen Rücktritt als Vereinsvorsitzender kündigte er für das Jahr 2009 an. 1989 hatte Antony die Leitung der Wehr und des Vereins in schwierigen Zeiten übernommen. Unter seiner Führung wurde die Feuerwehr Rockenberg zu einem der erfolgreichsten Vereine Rockenbergs und einer der erfolgreichsten Wehren der Wetterau. Dies wurde nicht zuletzt durch den großen Erfolg der 125-jährigen Jubiläumsfeierlichkeiten bestätigt. Immer im Vordergrund seiner Arbeit stand die Jugendförderung, so dass die Feuerwehr Rockenberg heute nicht über Nachwuchs klagen kann. Seine Abschiedsrede war sehr emotionsgeladen, er bedankte sich zuallererst bei seiner Familie, die in all den Jahren oft zurückstehen musste, bei den Mitgliedern des Vorstandes und bei allen Kameraden der Wehr. Er erinnerte an tragische Einsätze, aber auch an skurrile und lustige Situationen bei Einsatzfahrten.

Berthold Antony wird der Wehr als Gruppenführer in der Einsatzabteilung sicher noch lange Zeit erhalten bleiben. Zum Abschluss seiner Rede dankte ihm die Versammlung für seine geleistete Arbeit mit minutenlangem stehendem Applaus.

Noch längere Zeit im Vorstand hatte der scheidende Rechner Peter Stary verbracht. Volle 24 Jahre hatte er die Finanzen der Wehr verwaltet. Der kleinste Betrag den er verwaltet hatte, war eine Überweisung von 20 Pfennig. Den größten Transfer durfte er im Festjahr durchführen, immerhin 40.000 Euro.

Der dritte Ausscheidende aus dem geschäftsführenden Vorstand war der erste Schriftführer Volker Wenzel, der immerhin 19 Jahre dieses Amt innehatte.

Das dienstjüngste scheidende Vorstandsmitglied war der 2. Gerätewart Joachim Krämer mit „nur“ 15 Jahren Vorstandsarbeit. Alle vier wünschten dem noch zu wählenden Vorstand alles Gute für die Zukunft und bedankten sich bei ihren Weggefährten der vergangenen Jahre. Der Wehrführer und 2. Vorsitzende Stephan Ludwig dankte den vier und überreichte jedem ein kleines Präsent.

Die geleistete Arbeit lässt sich natürlich nicht in Geschenken und guten Worten aufwiegen, doch der Dank der Wehr und des Vereins kann allen vieren gewiss sein. Mit dem Abschied aus der Vorstandsarbeit der Genannten endet sicher eine Ära.

Dass die Feuerwehr aber weiterhin eine gut funktionierende Struktur aufweist zeigt sich darin, dass für alle freien Posten gute Nachfolger gefunden worden sind. Als 1. Vorsitzender wurde in geheimer Wahl mit einer großen Mehrheit Sascha Piffko gewählt, der bis dahin den Posten des Pressewartes innehatte. Peter Stary hatte bereits während des Festes seinen Wunschkandidaten Michael Weil in das Amt eingearbeitet und dieser wurde einstimmig als neuer Rechner gewählt. Neuer 1. Schriftführer wurde Nico Dworschak, der auch weiterhin als stellvertretender Wehrführer fungieren wird. Stefan Weckler wurde zum 2. Gerätewart gekürt. Da aufgrund der neuen Posten auch der des Pressewartes frei wurde, wählte die Versammlung Johanna Landvogt in dieses Amt. Somit hält auch eine junge Frau Einzug in den Vorstand. In ihren Posten bestätigt wurden Ralf Gabrich als Internetbeauftragter und Klaus Anselm als Zeugwart.

Durch die Umbesetzung des Vorstandes erschienen die anderen Punkte der Jahreshauptversammlung ein wenig nebensächlich, jedoch zeigen die geleisteten Arbeiten des vergangenen Jahres, dass die Feuerwehr Rockenberg eine rege Tätigkeit aufweisen kann. 22 Einsätze wurden gefahren, davon auch einige schwerere Brandeinsätze, aber auch drei Fehlalarme. Ein Schwerpunkt der Feuerwehrarbeit ist der vorbeugende Brandschutz und hierbei insbesondere die Brandschutzerziehung, die überwiegend von Klaus Anselm, Daniela Wetz und Michael Becker durchgeführt wurde.

Trotz des stressigen Festjahres wurde auch die Ausbildung nicht vernachlässigt, Grundlehrgänge und weiterführende Lehrgänge wurden besucht, Übungen abgehalten und auch an Großübungen nahm man teil, wobei auch die 2008 neu einberufene Jugendfeuerwehrgruppe zum Zuge kam. Diese führte auch die Weihnachtsbaumsammelaktion durch, begleitete den St. Martinsumzug und unternahmen eine Winterwanderung mit ihren Jugendwarten und Ausbildern Alexander Ludwig und Stephan Weckler.

Schwerpunkt des vergangenen Jahres war jedoch das große Jubiläumsfest, bei dem sich die Feuerwehr hervorragend präsentieren konnte und das neben dem Imagegewinn und der Bereicherung des Ortsgeschehens auch Geld in die Kasse brachte, so dass der Rechner eine erfolgreiche Bilanz vorlegen konnte. Da die Feuerwehr in Hinblick auf das große Fest bereits im Vorfeld gespart hatte, konnte 2008 ein neuer Mannschaftstransportwagen gekauft werden, der in Kürze geliefert wird. All diese finanziellen Transaktionen hatten den Kassenprüfern Willy Weil und August Langstrof einige Arbeit bereitet, die beiden konnten jedoch dem Vorstand und dem Rechner hervorragende Arbeit bescheinigen und so wurde ihrem Antrag auf Entlastung des Vorstandes gerne von der Versammlung entsprochen.

Bürgermeister Manfred Wetz dankte den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern und wünschte dem neuen Vorstand viel Glück, außerdem stellte er in die Auslieferung des neuen Löschfahrzeuges LF 10/6 in Aussicht, ebenso wie die Umrüstung der Heizung im Gerätehaus von Öl auf Gas.

Den Abschluss der Jahreshauptversammlung bildeten die Ehrungen: Gleich dreimal konnten Urkunden für 60-jährige Vereinsmitgliedschaft vergeben werden: An Willy Wasserhess, Willy Wetz und Theo Langsdorf, die beiden letztgenannten konnten die Ehrung jedoch nicht persönlich entgegennehmen. So ging eine ereignisreiche Versammlung zu Ende, viele der Anwesenden blieben noch länger im Gerätehaus bei heißen Würstchen und kalten Getränken und ließen den spannenden Abend Revue passieren. Musikalisch begleitet wurde der gesamte Abend von der Wettertaler Blasmusik aus Oppershofen.

Bilder der Jahreshauptversammlung

 
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